Wilde Wunder: Die beeindruckendsten Tiere in Schottland entdecken
Schottland hat uns gerufen, und wir haben es 3 Monate besucht! Wir erlebten pure Faszination.
Welche Tiere in Schottland wir auf unserer 3-Monatigen Reise da gesehen haben, werden wir immer wieder gefragt. Stell Dir ein Land vor, in dem majestätische Adler über schroffe Berggipfel kreisen, scheue Wildkatzen durch dichte Wälder streifen und verspielte Delfine in kristallklaren Küstengewässern tanzen.
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Wer schreibt hier?
Hier schreibt Markus Kramer. Meine Frau Katrin und ich konnten in Schottland über 50 Tierarten beobachten und fotografieren.
Dieser Artikel entstand nach aufwendiger Recherche und Bildselektion.
Typische und bemerkenswerte Tiere in Schottland. Genau das durften wir erleben und noch viel mehr an ungewöhnlichen Begegnungen. Von kämpfenden Schwänen über jagende Delfine und verspielte Papageientaucher und viele mehr.

Insgesamt konnten wir über 50 verschiedene Tiere in Schottland beobachten und fotografieren. Willkommen in Schottland – einem Paradies für Naturliebhaber und Abenteurer!
In diesem Artikel nehmen wir Dich mit auf unsere Reise, durch die beeindruckenden Zonen Schottlands und zeigen Dir, welche tierischen Bewohner Dich dort erwarten. Mach Dich bereit, die bemerkenswerte Tierwelt Schottlands zu entdecken – ein Abenteuer, das Du so schnell nicht vergessen wirst!
Warum ich die Tierwelt Schottlands in 4 Zonen aufteile
Von den rauen Highlands über die sanften Lowlands, bis hin zu den wilden Küsten und entlegenen Inselgruppen – jede Region erzählt ihre eigene Geschichte von einzigartigen Lebewesen, die hier ihren Lebensraum gefunden haben.
Schottlands Landschaft ist so vielfältig, dass jede Zone ihre ganz eigenen Bedingungen und Lebensräume bietet, die wiederum eine beeindruckende Vielfalt an Tierarten hervorbringen.
Um diese faszinierende Tierwelt besser zu verstehen, ist es sinnvoll, den Artikel in verschiedene geografische Zonen zu gliedern. Jede Zone hat ihre Besonderheiten, die wir im Detail betrachten:
1. Zone: Die Highlands in Schottland
Eine raue und dramatische Landschaft, geprägt von hohen Bergen, tiefen Tälern und weiten Moorlandschaften.
Das Klima ist oft kühl und windig, was diese Region zu einer der wildesten und unberührtesten Gegenden Schottlands macht.

2. Zone: Die schottischen Lowlands

Sanfte Hügel, fruchtbare Ebenen und weitläufige Flusslandschaften prägen die Lowlands.
Diese Region ist milder und weniger extrem als die Highlands, mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Wiesen, Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen.
3. Zone: Die Küstenregionen
Schottlands Küsten sind geprägt von dramatischen Klippen, langen Sandstränden und versteckten Buchten.
Die Gezeiten formen hier einzigartige Lebensräume, während die salzige Meeresluft und das raue Wetter die Landschaft stark beeinflussen.
Klicke hier, um gleich zu den Tieren der Küstenregionen zu kommen.

4. Zone: Die Inselgruppen Schottlands
Die Hebriden, Orkney- und Shetland-Inseln bieten eine beeindruckende Vielfalt an Landschaften, von zerklüfteten Küsten und grünen Wiesen bis hin zu abgelegenen Mooren und felsigen Klippen. Die Abgeschiedenheit dieser Inseln schafft einzigartige Bedingungen, die sich deutlich von den anderen Regionen Schottlands unterscheiden.



Diese Aufteilung hilft uns, die unterschiedlichen Lebensräume Schottlands besser zu verstehen und die Besonderheiten jeder Region hervorzuheben. So wird deutlich, wie die Geografie und das Klima die Natur und Tierwelt in jeder Zone prägen.
Welche Tiere in Schottland sieht man aber nun?
Während unserer dreimonatigen Reise durch Schottland hatten wir das unglaubliche Glück, über 50 verschiedene Tiere in Schottland zu beobachten und fotografieren zu können. Teilweise konnten wir sogar einige Filmsequenzen aufnehmen. Von den rauen Gipfeln der Highlands bis zu den stillen Buchten der Küstenregionen – überall begegneten wir faszinierenden Lebewesen, die diese wilde und ursprüngliche Landschaft ihr Zuhause nennen.
Jede Begegnung mit der Tierwelt Schottlands war für uns ein unvergesslicher Moment, der die Schönheit und Vielfalt der Natur uns vor Augen geführt hat. Und das Beste daran? Egal, ob Du ein erfahrener Naturfotograf bist oder einfach nur die Ruhe und Magie der Wildnis genießen möchtest – Schottland hält für jeden Tierfreund unzählige Überraschungen bereit.
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Zone 1: Tiere in den Highlands
Die schottischen Highlands sind eine der beeindruckendsten und unberührtesten Landschaften Europas. Diese Region im Norden Schottlands ist geprägt von einer dramatischen Kulisse aus hohen Bergen, tief eingeschnittenen Tälern, weiten Moorlandschaften und glitzernden Seen, die als Lochs bekannt sind.
Die Highlands erstrecken sich über eine riesige Fläche, die von der Westküste bis zur Ostküste reicht, und bieten eine atemberaubende Vielfalt an Natur. Das Klima ist oft rau, mit starken Winden, häufigem Regen und kühlen Temperaturen, was die Region zu einer der wildesten und ursprünglichsten Gegenden des Landes macht. Hier scheint die Zeit stillzustehen, und die Landschaft erzählt Geschichten von uralten Gletschern, die die Täler geformt haben, und von einer Natur, die sich über Jahrtausende hinweg an die extremen Bedingungen angepasst hat.
Die schottischen Rothirsche: Könige der Highlands
Die Rothirsche, oft auch die „Könige der Highlands“ genannt, sind eines der bekanntesten Symbole Schottlands. Mit ihrem imposanten Geweih und ihrer anmutigen Erscheinung prägen sie die weiten Täler und Berge. Besonders in der Brunftzeit im Herbst, wenn die Hirsche mit lautem Röhren um die Vorherrschaft kämpfen, bieten sie ein spektakuläres Naturschauspiel.
Wir konnten tatsächlich sehr oft Hirsche in riesigen Herden beobachten. Einmal hatten wir sogar eine Hirschherde von ca. 80 Exemplaren die gemütlich an unserem Schlafplatz vorbeizogen. Die meiste Zeit des Jahres sind die männlichen und die weiblichen Tiere voneinander getrennt und ziehen auch nur in männlichen Herden durch die Highlands während die weiblichen Herden durch die Lowlands streifen. Wirklich beeindruckend.
Reptilien in den Highlands?
Auch wenn die schottischen Highlands auf den ersten Blick nicht wie ein typischer Lebensraum für Reptilien wirken, gibt es hier einige faszinierende Arten, die sich an das kühle und oft feuchte Klima angepasst haben. Während unserer Reise hatten wir das Glück, sowohl Blindschleichen als auchEidechsen in freier Wildbahn zu entdecken.
Die Blindschleiche, die oft mit einer Schlange verwechselt wird, ist in Wahrheit eine beinlose Echse. Sie bevorzugen die feuchten Moorlandschaften und Waldränder der Highlands, wo sie sich unter Steinen oder in dichtem Gras verstecken. Mit etwas Geduld konnten wir dieses scheue Exemplar in den Highlands finden.


Die Zwerg-Eidechse: Ein seltener Fund in den Highlands. Gewöhnlich ist diese Echse in der Türkei und noch weiter südlich zu finden, so hat sie uns hier richtig überrascht.
Die Kreuzotter hingegen, ist die einzige Giftschlange Großbritanniens, die in den Mooren und Wäldern lebt und in Schottland eher in den Lowlands vorkommt. Wir haben sie leider nicht zu Gesicht bekommen. Vielleicht zeigt sie sich uns bei unserer nächsten Reise durch Großbritannien.
Adler
Majestätische Greifvögel, die über den Gipfeln der Highlands kreisen. Für viele ein Traum – für uns wurde das Realität. Während unserer Reise durch Schottland, konnten wir mehrfach Adler in freier Wildbahn beobachten. Ob hoch oben kreisend, majestätisch über die Gipfel gleitend oder in einem atemberaubenden Sturzflug – jede Begegnung mit diesen beeindruckenden Vögeln ist ein unvergesslicher Moment, den wir auch in Norwegen erleben durften.

Ihre Präsenz ist ein Zeichen für die intakte Wildnis der Highlands und ein absolutes Highlight für jeden Naturfreund. Wer den Adler in Schottland selbst erleben möchte, sollte die abgelegenen Täler und Küstengebiete aufsuchen, wo diese Herrscher der Lüfte oft zu sehen sind. Insbesondere auf den Küstennebenstrecken der Insel Skye, wirst Du als aufmerksamer Reisender fündig werden.
Die schottischen Moorhühner: Symbol der Highlands und der Jagdtradition
Das schottische Moorhuhn, auch als Red Grouse bekannt, ist eine Ikone und eine Faszination zu erleben. Wir wurden selbst an einem Übernachtungsplatz von einem Moorhuhn überrascht und es lies sich von uns ausführlich und lange beobachten.
Diesmal gelang auch eine Audio-Aufzeichung. Hör mal rein, es hört sich wirklich witzig an:
Die Population der Moorhühner ist stark von der Pflege ihres Lebensraums abhängig. Viele Moorgebiete werden speziell für die Jagd bewirtschaftet, wobei das Heidekraut kontrolliert abgebrannt wird, um frisches Wachstum zu fördern und den Vögeln optimale Bedingungen zu bieten. Trotz dieser Bemühungen schwankt die Anzahl der Moorhühner von Jahr zu Jahr und wir haben sie nicht oft zu Gesicht bekommen, aber dann war es ein spannendes Erlebnis.



Das schottische Moorhuhn ist nicht nur ein Symbol für die wilde Schönheit der Highlands, sondern auch ein Beispiel dafür, wie eng Natur, Tradition und menschliche Eingriffe miteinander verwoben sind.
Schneeammer

Die Schneeammer, ein Wintergast aus den arktischen Regionen, findet in den schottischen Highlands ideale Bedingungen. Mit ihrem weißen Gefieder passt sie perfekt in die verschneite Landschaft und ist vor allem in offenen Moorlandschaften und felsigen Hängen zu finden, wo sie nach Samen sucht. Ihre Anwesenheit ist ein Highlight für Vogelbeobachter und ein Symbol für die unberührte Natur.
Dieses Exemplar entdeckte ich im Mai 2025, bei einer Tour auf den Ben Nevis nach einem Anstieg von 1200 Höhenmetern. In solchen Situationen kocht immer mein Blut und beobachte voller Anspannung und Respekt.
Die berüchtigten Midges: Winzige Plagegeister der Highlands
Kein Bericht über die schottische Natur wäre vollständig ohne die Erinnerung der
Midges – winzige, beissende Fliegen, die vor allem in den Sommermonaten zur echten Herausforderung werden können. Diese kaum sichtbaren Insekten treten in riesigen Schwärmen auf und sind besonders in feuchten, windstillen Gebieten aktiv, wie Moorlandschaften und Wäldern.
Trotz ihrer geringen Größe können sie mit ihren Bissen für großen Unmut sorgen, da sie oft in Massen auftreten und ihre Bisse extrem unangenehm jucken. Doch so lästig sie auch sein mögen, spielen Midges eine wichtige Rolle im Ökosystem, da sie eine Nahrungsquelle für viele Vögel und Fledermäuse darstellt. Wer die Highlands im Sommer besucht, sollte sich mit einem guten Insektenschutzmittel wappnen – und die Midges mit einem Augenzwinkern als Teil des schottischen Abenteuers akzeptieren.

Tatsächlich hat uns hier am besten die Mückenabwehr von Thermacell*, die wir auch schon in Skandinavien eingesetzt haben, am besten geholfen. Sehr gerne kannst du Dich direkt hier über diesen link* unsere absolute Empfehlung ansehen.
Das Spiegelbild der Highlands
Die Tierwelt der Highlands ist ein Spiegelbild der rauen, aber wunderschönen Landschaft. Sie zeigt, wie sich Tiere und Pflanzen an die Herausforderungen der Natur anpassen können und wie wichtig es ist, diese einzigartige Region zu schützen.
Viele weitere Tiere sind in den Highlands zu finden, insbesondere:
- Wildkatzen und Baummarder
- Füchse und auch Otter (den wir allerdings an der Küste entdeckt haben)
- Schneehühner (hier ein Bericht dazu der Schneehühner in Norwegen)
- Erdkröten und Bergmolche
- Schmetterlinge und viele weitere Insekten (nicht nur die berühmten Midges)
- und viele mehr…
Zone 2: Die Tierwelt der Lowlands
Die schottischen Lowlands, mit ihren sanften Hügeln, fruchtbaren Tälern und weitläufigen Wiesen, bieten eine beeindruckende Kulisse für Natur- und Tierliebhaber.



Im Gegensatz zu den rauen und wilden Highlands sind die Lowlands eine ruhigere, grünere Region, die eine Vielzahl von Lebensräumen für Tiere in Schottland bereithält. Besonders überwältigend war für uns die Vielfalt an Wildtieren, die wir während unserer Zeit in den Lowlands beobachten konnten – von scheuen Säugetieren bis hin zu einer erstaunlichen Menge an Vogelarten.
Rehe und Kaninchen: Die stillen Bewohner der Lowlands

Rehe gehören zu den häufigsten und zugleich elegantesten Säugetieren der Lowlands. Während ihre männlichen Artgenossen (Hirsche) vorwiegende in den Highlands unterwegs sind, findest Du die weiblichen Exemplare mit ihren Jungen in den Lowlands in großen Herden und auch vereinzelt. Besonders in den frühen Morgenstunden oder in der Dämmerung konnten wir sie an Waldrändern und auf offenen Wiesen beobachten. Mit ihrer schlanken Statur und ihrem vorsichtigen Verhalten fügen sie sich perfekt in die Landschaft ein.
Es war faszinierend, sie beim Äsen zu beobachten, wie sie sich leise durch das hohe Gras bewegten oder plötzlich aufmerksam die Ohren spitzten, wenn sie eine Bewegung wahrnahm. Die Rehe der Lowlands sind ein Symbol für die Ruhe und Harmonie dieser Region.
Ebenso häufig, aber deutlich quirliger, sind die Kaninchen, die in den offenen Feldern und Wiesen der Lowlands leben. Besonders im Frühjahr, während der Paarungszeit lässt sich ein beeindruckendes Schauspiel beobachten – wenn Du Geduld hast. Wenn diese Tiere mit ihren Vorderpfoten aufeinander einschlagen. Leider konnten wir dieses typische „Boxen“ der Feldhasen nicht beobachten – aber ich stelle es mir als ein beeindruckendes Schauspiel vor, was wir sicherlich noch auf eine unserer weiteren Reisen zu sehen bekommen.

Kaninchen sind wahre Überlebenskünstler, die sich mit ihrer Schnelligkeit und ihrem scharfen Gehör perfekt an die offenen Landschaften angepasst haben. Ihre Anwesenheit brachte immer wieder Leben und Bewegung in die stillen Wiesen der Lowlands.
Eine beeindruckende Vielfalt an Vögeln
Die Lowlands sind ein Paradies für Vogelbeobachter, und wir hatten das Privileg, eine beeindruckende Vielfalt an Arten erleben zu dürfen.

Besonders faszinierend für mich, war die Begegnung mit dem Schwarzkehlchen, einem kleinen, auffälligen Vogel, der oft auf Zaunpfählen oder Sträuchern sitzt. Mit seinem kontrastreichen Gefieder und seinem melodischen Gesang begeistert er jeden Beobachter.
Ebenso häufig sahen wir den
Wiesenpieper , der mit seinem charakteristischen Flug und dem zarten Gesang die offenen Wiesen der Lowlands belebt.


Ein weiterer, prächtiger Vogel ist der Stieglitz, dessen buntes Gefieder mit den leuchtend roten, gelben und schwarzen Farben ein echter Hingucker ist. Obwohl wir ihn auch öfters in Deutschland sehen, musste er in diese Aufzählung – ist eben einer meiner Lieblingsexemplare. Diese geselligen Vögel sind oft in kleinen Gruppen unterwegs und suchen in Hecken und auf Wiesen nach Samen.
Besonders eindrucksvoll war auch der Flussuferläufer, ein kleiner, quirliger Vogel, den wir an den Ufern der Flüsse und Bäche beobachten konnten. Mit seinem charakteristischen Ruf und den schnellen Bewegungen entlang des Wassers war er ein ständiger Begleiter unserer Wanderungen entlang der Flussläufe.

Die Vielfalt und Fülle an Vogelarten in den Lowlands hat uns immer wieder aufs Neue begeistert. Von den melodischen Gesängen bis hin zu den farbenfrohen Gefiedern – die Vogelwelt der Lowlands ist ein wahres Fest für die Sinne und ein Beweis für die reiche Biodiversität dieser Region.
Hier noch eine Galerie von weiteren Vögeln der Lowlands die wir entdecken durften, denn sonst sprenge ich hier hier den Artikel mit Text. 😉
Zone 3: Tiere in den schottischen Küstenregionen
Die schottische Küste erstreckt sich über beeindruckende 16.500 Kilometer und bietet eine außergewöhnliche landschaftliche Vielfalt. Die Westküste ist geprägt von zerklüfteten Klippen, fjordähnlichen Buchten und unzähligen Inseln, die eine wilde und unberührte Atmosphäre schaffen. Im Norden dominieren Teile der Klippen und abgelegene Strände, wie bei Duncansby Head, wo die raue Kraft des Nordatlantiks an der Küste trifft. Die Ostküste zeigt dagegen ein sanfteres Bild mit langen, goldenen Stränden, felsigen Buchten und charmanten Fischerdörfern.



Jede Region hat ihren eigenen Charakter und somit ihren eigenen Lebensraum für die vielseitigen Tiere in Schottland – so gibt es auch Unterschiede an den 3 Küstenverläufen.
An den Klippen und Felsen nisten unzählige Seevögel wie Papageientaucher, Basstölpel und Trottellummen, die mit ihren Kolonien ein beeindruckendes Naturschauspiel bieten. Auch Fischotter sind in den geschützten Buchten und Flussmündungen häufig anzutreffen, während die Sandstrände und Dünen Lebensraum für seltene Vogelarten wie die Sandregenpfeifer bieten. Die Tierwelt der schottischen Küsten ist so vielfältig wie die Landschaft selbst und macht jede Begegnung mit der Natur zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Tiere des Meeres
Besonders faszinierend ist die reiche Meeresfauna , die von Robben und Delfinen bis hin zu majestätischen Walen reicht, die oft vor der West- und Nordküste gesichtet werden können. Ein freundlicher Einheimischer hat uns an der Ostküste auf 3 Orcas aufmerksam gemacht. Zunächst wollte ich ihm nicht glauben und meinte es seien Delfine. Aber nachdem ich das Teleobjektiv positionierte, wurde ich eines besseren belehrt.
Wir hatten Wale „nur“ an der Ostküste, dafür überall Delfine und Robben. 😉
Wale: Giganten der Meere
Die Gewässer rund um Schottland sind ein Hotspot für Walbeobachtungen und bieten die Möglichkeit, einige der beeindruckendsten Meeressäuger in freier Wildbahn zu erleben.
Besonders häufig können Zwergwale und Buckelwale gesichtet werden, die vor allem entlang der Westküste und rund um die Hebriden anzutreffen sind. Mit viel Geduld lassen sich auch Schwertwale (Orcas) beobachten, die regelmäßig in den nördlichen Gewässern, etwa um die Orkney- und Shetland-Inseln, auftauchen.

Diese majestätischen Tiere ziehen durch die nährstoffreichen Gewässer, die durch den Golfstrom begünstigt werden, und bieten ein unvergessliches Schauspiel, wenn sie auftauchen, blasen oder sogar aus dem Wasser springen.
Delfine an der schottischen Küste: Eleganz und Überraschungen
Die schottische Küste ist nicht nur für ihre atemberaubenden Landschaften bekannt, sondern auch für die faszinierenden Delfine, die in den Gewässern zu Hause sind. Besonders unvergesslich war für uns die Begegnung mit einer Gruppe spielender Delfine, die wir über drei Tage hinweg an der gleichen Stelle beobachten konnten. Natürlich haben wir da auch direkt 3 Tage übernachtet.



Es war ein unglaubliches Erlebnis, ihre Eleganz und Lebensfreude zu sehen, wie sie aus dem Wasser sprangen, spielerisch Wellen ritten und wir sie sogar bei der Jagd erleben konnten.
Eine besondere Überraschung war die Sichtung von Rundkopfdelfinen , von denen wir zuvor noch nie gehört hatten. Diese weniger bekannten Delfine, die durch ihre robustere Statur und den rundlichen Kopf auffallen, waren ein faszinierender Anblick. Sie bewegen sich oft in kleineren Gruppen und sind in den tieferen Gewässern der schottischen Küste anzutreffen. Da war es wohl unser Glück, dass wir sie auf der Fährüberfahrt zu den Orkney-Inseln entdecken durften. Leider sind mir die Bilder von den Rundkopfdelfinen nicht gelungen, aber ich bin mir sicher wieder mal die Gelegenheit zu bekommen.
Nicht zu vergessen ist zu erwähnen, dass Delfine tatsächlich zu der Familie der Wale gehört (hier nachzulesen). Dennoch haben wir ihnen hier einen eigenen Abschnitt gewidmet. 😉
Robben in Schottland: Elegante Schwimmer und neugierige Beobachter
Die schottischen Küsten sind ein Paradies für Robben und bieten ideale Lebensräume für zwei Arten, die hier besonders häufig anzutreffen sind: die Kegelrobbe und der Gemeine Seehund den wir auch in Norwegen zu Gesicht bekamen. Kegelrobben, die mit ihren großen, dunklen Augen und den charakteristischen länglichen Köpfen leicht zu erkennen sind, gehören zu den größten Robbenarten der Welt und sind vor allem an den felsigen Küsten und auf den abgelegenen Inseln der Westküste zu finden. Gemeine Seehunde bevorzugen bevorzugt geschützte Buchten und Sandbänke, wo sie oft in Gruppen beim Sonnenbaden beobachtet werden können.
Besonders faszinierend ist es, die Robben in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben – sei es, wie sie elegant durch das Wasser gleiten oder neugierig ihre Köpfe aus den Wellen strecken, um die Umgebung zu beobachten. Schottland verwaltet einige der größten Robbenkolonien Europas, und Orte wie die Hebriden, die Orkney- und Shetland-Inseln oder die Küsten von Fife und Moray sind perfekte Spots, um diese beeindruckenden Meeressäuger aus nächster Nähe zu sehen. Ihre Präsenz ist ein fester Bestandteil der schottischen Küstenlandschaft und für uns auch ein Highlight.
Meeresotter in Schottland: Seltene Juwelen der Küste
Die Meeresotter, eine Unterart des Eurasischen Fischotters, sind an den schottischen Küsten ein ganz besonderes Highlight. Diese seltenen Tiere sind vor allem an der Westküste und auf den Hebriden zu finden, wo sie in den geschützten Buchten, felsigen Ufern und Seegraswiesen ideale Lebensräume vorfinden.
Wir haben „unser“ Exemplar auf der „isle of skye“, direkt an unserem Schlafplatz auf wenige Meter Entfernung, erleben dürfen. Anders als ihre Verwandten, die Flussotter, verbringen Meeresotter einen Großteil ihrer Zeit im Salzwasser und sind hervorragend an das Leben in der Küstenregion angepasst.



Wir durften „unser Exemplar“ direkt von unserem Van aus dabei beobachten, wie er geschickt Fische, Krebse und Muscheln jagte und die Beute liegend im Wasser verzehrte. Besonders charakteristisch ist ihr verspieltes Verhalten, das sie zu einem der faszinierendsten Tiere der schottischen Küsten macht. Ihre Anwesenheit ist ein Zeichen für die Gesundheit des marinen Ökosystems, und ihre Beobachtung bleibt ein unvergessliches Erlebnis für jeden, der die wilde Schönheit Schottlands erkundet.
Die Vogelwelt der schottischen Küsten: Leben in der Luft
Die schottischen Küsten sind ein Paradies für Seevögel und bieten Lebensraum für eine beachtliche Vielfalt an Arten, die die Lüfte beleben. Von den majestätischen Basstölpeln , die mit ihren spektakulären Sturzflügen ins Wasser jagen, bis hin zu den charmanten Papageitauchern , die mit ihren bunten Schnäbeln die Klippen bevölkern, ist die Vielfalt atemberaubend. Auch unterschiedliche Möwen , Trottellummen und Kormorane sind häufig zu sehen, während seltenere Arten wie Raubmöwen oder Seeschwalben die Küstenregionen umgeben.
Wir waren zur Brutzeit vieler Luftbewohner an den jeweils passenden Brutplätzen und konnten so auch seltene Aufnahmen realisieren. Über die Kinderstube der Tiere in Schottland werden wir noch extra berichten.
Papageientaucher: Bunte Besucher der schottischen Küsten
Die Papageientaucher, mit ihren leuchtend bunten Schnäbeln und ihrem charmanten Auftreten, gehören zu den faszinierendsten Seevögeln Schottlands.

Diese kleinen, gedrungenen Vögel verbringen den Großteil ihres Lebens auf hoher See und kehren nur zur Brutzeit an die Küsten zurück. In Schottland sind sie vor allem an den geteilten Klippen und auf abgelegenen Inseln wie St. Kilda , den Shetland-Inseln oder der Isle of May zu finden, wo sie in großen Kolonien leben.
Während der Brutzeit, die von Mai bis Juli dauert, graben sie ihre Nester in Erdhöhlen oder nutzen Spalten in den Klippen. In dieser Zeit sind sie besonders gut zu beobachten, bevor sie nach der Aufzucht ihrer Jungen wieder in die Weiten des Atlantiks zurückkehren.
Diese Vögel sind so genial, dass ich nicht drum herum komme, hier mehrere Bilder zu zeigen. 😉
Ihre Anwesenheit an den schottischen Küsten ist ein saisonales Spektakel, das Naturfreunde aus aller Welt anzieht. So hat es auch uns direkt an den passenden Brutplatz verschlagen und waren derart fasziniert, dass wir gleich dort übernachteten. 😉
Sandregenpfeifer: Zierliche Bewohner der Strände
Der Sandregenpfeifer ist ein kleiner, wendiger Wattvogel, der an den sandigen und kiesigen Küsten Schottlands zu Hause ist. Mit seinem charakteristischen schwarz-weißen Kopfmuster und dem orangefarbenen Schnabel ist er leicht zu erkennen. Diese Vögel bevorzugen offene Strände, Dünen und flache Küstenbereiche, wo sie ihre Nester direkt auf dem Boden anlegen – oft gut getarnt zwischen Steinen und Sand. Das typische Pfeifen ist unüberhörbar und hat uns an fast jedem Strand begleitet.

Die Brandseeschwalbe: Seltene Schönheit der Küsten
Die Brandseeschwalbe ist einer der seltensten und elegantesten Seevögel, die an den schottischen Küsten gesichtet werden können.

Mit ihrem schlanken, weißen Körper, den langen, spitzen Flügeln und der markanten schwarzen Haube ist sie ein wahrer Blickfang. Diese seltene Seeschwalbenart brütet in Schottland nur an wenigen ausgewählten Orten, wie den Sands of Forvie oder den Culbin Sands , wo sie geschützte Sandbänke und flache Küstengewässer bevorzugen.
Während der Brutzeit, die von Mai bis Juli dauert, legen Brandseeschwalben ihre Eier in flachen Mulden im Sand und verteidigen ihre Nester energisch gegen Eindringlinge. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Fischen, die sie mit spektakulären Tauchflügen aus dem Wasser holen. Aufgrund ihres begrenzten Lebensraums und der gegenüber Empfindlichkeitsstörungen gelten Brandseeschwalben als gefährdet, was ihren Schutz zu einer wichtigen Aufgabe macht. Ihre Anwesenheit war für uns ein seltener und kostbarer Anblick.
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Eine unglaubliche Vielzahl an Küstenvögel
Ich glaube schon ein Buch über diese Vielzahl schreiben zu können. Folgende weitere Vögel konnten wir ebenso an der schottischen Küste einfangen:
- Trottellumen
- Eissturmvögel
- Lachmöwen
- Große Brachvögel
- Steinschmätzer
- Kanadagänse
- Eiderenten
- Teichrallen
- Kormorane
- Gryllteisten
- Küstenseeschwalben
Und hier nochmals diese Exemplare im Bildformat 😉
Zone 4: Die Tierwelt der schottischen Inseln
Zu Schottland gehören mehrere außergewöhnliche Inselgruppen, die sich durch ihre einzigartige Landschaft und Tierwelt auszeichnen. Die wichtigsten schottischen Inselgruppen sind:
- Hebriden
- Unterteilt in die Äußeren Hebriden (z. B. Lewis und Harris, Barra, Uist-Inseln) und die Inneren Hebriden (z. B. Skye, Mull, Islay, Jura).
- Orkney-Inseln
- Eine Gruppe von etwa 70 Inseln nördlich des schottischen Festlandes, darunter Mainland, Hoy und Sanday.
- Shetland-Inseln
- Die nördlichste Inselgruppe Schottlands mit über 100 Inseln, darunter Mainland, Yell und Unst.
- Clyde-Inseln
- Dazu gehören Inseln wie Arran, Bute und Great Cumbrae, die im Firth of Clyde liegen.
- Firth-of-Forth-Inseln
- Eine kleine Gruppe von Inseln im Firth of Forth, darunter Inchcolm, Inchkeith und Bass Rock.
- St. Kilda
- Eine abgelegene und unbewohnte Inselgruppe westlich der Äußeren Hebriden, bekannt für ihre einzigartige Tierwelt und als UNESCO-Weltnaturerbe.
Insgesamt gehören zu Schottland ca. 800 Inseln. Die schottischen Inseln sind ein wahres Juwel für Tierliebhaber und bieten eine exzellente Vielfalt an Wildtieren, die sich perfekt an die unterschiedlichen Lebensräume angepasst haben. Jede Inselgruppe hat ihre eigenen Besonderheiten, doch gemeinsam zeichnen sie sich durch eine außergewöhnliche Tierwelt aus, die an Land, in der Luft als auch im Wasser zu finden ist.
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Im großen und ganzen lässt sich jedoch sagen, dass alle bereits beschriebenen Tiere, auch auf den Inseln zu finden sind. Allerdings kommen dann noch einige zusätzliche Tierarten dazu:
- Vogelparadiese : Die Inseln sind Heimat für unzählige Seevögel, darunter Papageitaucher, Basstölpel, Trottellummen und Sturmschwalben. Besonders die Klippen von St. Kilda und Bass Rock sind weltberühmt für ihre riesigen Vogelkolonien. Auch seltene Arten wie die Brandseeschwalbe oder Raubmöwen finden hier ideale Brutplätze.
- Marine Tierwelt : Die Gewässer rund um die Inseln wimmeln vor Leben. Wale, Delfine und Schweinswale sind häufig zu beobachten, während Robben – sowohl Kegelrobben als auch Seehunde – an den Küsten und auf Sandbänken ruhen. Die Hebriden sind zudem ein Hotspot für die Sichtung von Orcas und Riesenhaien.
- Seltene Landtiere : Auf den Inseln gibt es auch einige einzigartige Landtiere. So sind die Shetland-Ponys weltbekannt, und auf den Orkney-Inseln leben seltene Arten wie die Orkney-Wühlmäuse.
Eine kleine Anmerkung
Sicherlich ist Dir aufgefallen, dass einzelne Tiere offensichtlich in der „falschen“ Zone beschrieben wurden. Das ist jedoch korrekt. Ich habe die Tiere in die Zone eingeordnet, in welcher sie normalerweise zu finden sind. Natürlich habe ich jeweils dazu geschrieben, wo wir sie tatsächlich entdeckten. 😉
Warst Du schon selbst in Schottland?
Welche Tiere hast Du da entdeckt?
Schreibe es doch mal unten in die Kommentare, das würde uns riesig freuen.
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Ein herzliches Dankeschön 😉





































